UNGEWÖHNLICHES WOHNEN –
»VERRÜCKTE« ARCHITEKTUR

 

nautilus11

 

Wohnen wie die Hobbits, Leben und Arbeiten im Schneckenhaus, residieren in einem mondänen Kugel-Palast oder einem ehemaligen Wasserturm, wie durch einen Zeittunnel wandeln im Spannungsfeld von Jugendstil und Postmoderne.

 

Viele Menschen wollen nicht »normal« wohnen und arbeiten, sondern ihren Traum vom ungewöhnlichen und im besten Sinne des Wortes »verrückten« Haus verwirklichen.

 

 

 

Naturbewusster Lebensstil im Hobbit Haus · Simon Dale

Großbritannien, 2005

 

Simon Dale entschied sich vor allem aus finanziellen Aspekten, eigenhändig mit seinem Schwiegervater ein Haus in den Wäldern von Wales zu bauen. Eingebettet in die Landschaft entstand es in 3 Monaten Bauzeit und kostete 3.000 Pfund – gebaut aus nachhaltigen, natürlichen Baustoffen, einer Isolierung mit Strohballen, Wasser aus dem Brunnen und Solarpanelen zur Stromerzeugung. „Es lohnt sich, das Leben nach den eigenen Vorstellungen zu leben“, so Dale. „Unseren Träumen zu folgen, hält unsere Seelen am Leben“.

 

Hobbit Haus //

Wales, Großbritannien

 

 

 

Wohnen in der Riesenmuschel · Javier Senosiain
Mexico, 2006

 

Inspiriert von Gaudí gestaltete der Architekt Javier Senosiain von Arquitectura Orgánica das Muschel-Haus – genannt „Nautilus“ – 2006 in Mexico. Es entstand für ein junges Ehepaar mit zwei Kindern, das sich ein naturnahes Leben wünschte. Neben der ungewöhnlichen Bauweise zeichnet sich das Gebäude aus durch kunstvoll angelegte Glasmosaiken, die das natürliche Licht einlassen und in phantastischen Farben reflektieren. Im Spiel mit den organischen Formen, welche die Räume und Fenster bestimmen, entsteht eine unfassbar schöne, höchst individuelle Wohnatmosphäre.

 

Nautilus //

Mexico

 

 

 

„Palais Bulles“ – organische Architektur am Mittelmeer · Antti Lovag 
Frankreich, 1984

 

Das bei Cannes gelegene, spektakuläre Anwesen des französischen Modeschöpfers Pierre Cardin, dem Erfinder von Diors „New Look“ und der „Prêt-à-Porter“, mutet wie eine Ansammlung steinerner Blasen an. Das Gebäude verfügt über 24 kreisrunde Zimmer und besteht im Wesentlichen aus Terracotta, der rötlichen Farbe des nahe gelegenen Esterel-Gebirges. In der Anlage gibt es zwei Pools und sogar ein eigenes Amphitheater.

 

In diesem fantastischen Ambiente lebte und arbeitete der Modedesigner, veranstaltete unvergessliche Events wie z.B. die legendären Feier anlässlich des 40. Geburtstags von James Bond und inszenierte Fashionshows und Fotoshootings.

 

Das „Palais Bulles“ wurde vom Architekten Antti Lovag konzipiert, der sich auf eine organisch-harmonische Bauweise spezialisiert hatte.

 

Palais Bulles //

Cannes, Frankreich

 

 

 

Traumhaus im denkmalgeschützten Turm · ACR Architects
Großbritannien, 2012

 

Leigh Osborne und Graham Voce erwarben den Wasserturm 2008 in London und ließen das 30 Meter hohe Gebäude aus dem 19. Jahrhundert in ein höchst modernes, 370 qm großes und 7 Etagen umfassendes Wohnhaus verwandeln. In den dicken Mauern befinden sich vier Schlafzimmer, ein Fitnessraum, das große Badezimmer, ein Aufzug sowie eine großzügig angelegte Dachterasse. Im großen, zentralen Glaskubus, genannt „The Cube“, befinden sich Wohnzimmer und Küche. Riesige Fenster öffnen das Gebäude und lassen natürliches Tageslicht ungehindert einströmen. Der alte Wassertank, der sich auf dem Dach des Turmes befindet, wurde mit Panoramafenstern ausgestattet. Von dort bietet sich eine wahrhaft spektakuläre Sicht auf London. Das Architekturbüro ACR Architects baute den heruntergekommenen Wasserturm in ein außergewöhnliches Wohnhaus um.

 

The Water Tower //

London, Großbritannien

 

 

 

Das Cloud House

Australien, 2012

 

Das „Wolkenhaus“ bezeichnet ein Projekt des Büros McBride Charles Ryan, das 2012  in North Fitzroy, Melbourne Australien, umgesetzt wurde.
Von der Straßenfront aus betrachtet ahnt niemand, welch außergewöhnliche Architektur sich im hinteren Gebäudeteil des Jugendstil Hauses befindet, dessen Straßenfassade unverändert erhalten ist. Über einen Korridor, der mit einem exotisch gemusterten Teppich ausgelegt wurde, gelangt man in die, wie eine rote Schachtel wirkende, eingefügte Küche. Sie dient als Verbindung zum Anbau, der sich als wolkenförmigen Wohnraum bis nach außen erstreckt und den Blick auf Garten und Pool lenkt. Das Architekturbüro erhielt für das Projekt den Melbourne Design Award 2012.

 

The Cloud House //

North Fitzroy, Australien